U-Profile und Winkelstähle sind Arbeitspferde in der Stahlkonstruktion, teilen aber einen gemeinsamen Engpass: Nach dem Schneiden muss noch jemand anzeichnen, wo Bohrungen sitzen, wo ein Teil an sein Nachbarteil anschließt und welche Seite welche ist – traditionell mit Steinmetzstift oder Körner, nach Papierzeichnung.
Schneiden und Markieren kombiniert
Ein CNC-Laser- oder Plasmasystem, das aus derselben CAD-Datei programmiert wird, die auch zur Erzeugung der Schnittbahn dient, kann im selben Durchgang auch Referenzlinien, Teilenummern und Biege-/Schweißhinweise direkt auf das Material ätzen oder leicht markieren. Da die Markierungen aus denselben Werkzeugbahndaten wie der Schnitt stammen, entfällt ein separater manueller Übertragungsschritt, bei dem ein Maß oder eine Teile-ID falsch übernommen werden könnte.
Wo dies am wichtigsten ist
Der Nutzen skaliert mit Stückzahl und Komplexität. Bei einem kleinen Auftrag mit einer Handvoll identischer U-Profile ist manuelles Markieren ein geringes Übel. Bei einem Konstruktionspaket mit Hunderten von U-Profil- und Winkelstahlteilen für verschiedene Unterbaugruppen entfällt durch automatisiertes Schneiden und Markieren ein Arbeitsschritt, der sonst einen eigenen Anreißer nach Zeichnung erfordern würde – und mit ihm die Übertragungsfehler. Unsere CNC-H-Träger-Bearbeitungszentrum und allgemeines Trägerschneidmaschine der H-Serie unterstützen beide diesen kombinierten Schneid- und Markier-Workflow für U-Profil- und Winkelprofile neben ihrer Trägerschneidfähigkeit.
