Die meisten Faserlaserschneidanlagen verwenden einen feststehenden Tisch, bei dem sich der Schneidkopf auf einem Portal darüber bewegt – ideal für Bleche bis zu wenigen Metern Länge, aber unhandlich, sobald die Plattengröße das Maß übersteigt, das ein einzelner Kranhub bequem auf ein erhöhtes Bett positionieren kann. Eine Portallaserschneidanlage mit Bodenschienen löst dies anders: Das Portal selbst fährt auf am Boden montierten Schienen entlang des Materials, sodass das Blech tief und stationär bleibt, während sich die gesamte Schneidkonstruktion darauf zubewegt.
Warum die Blechgröße die Kalkulation verändert
Ab etwa 6 Metern bedeutet das Stückeln einer Platte für ein kleineres Bett eine zusätzliche Naht, die später geschweißt und nachbearbeitet werden muss – Arbeit, die ein Portalsystem vollständig vermeidet, indem es die Platte als ein durchgehendes Teil schneidet. Das ist ebenso wichtig für die Materialausbeute wie für den Arbeitsaufwand: Weniger Nähte bedeuten weniger Nacharbeit und eine sauberere Stückliste für Schiffbau, Schwermaschinenbau und Stahlbau, wo übergroße einteilige Platten üblich sind.
Die Präzision leidet nicht unter der Größe
Das Bedenken bei jeder Großformatmaschine ist, ob die Genauigkeit über einen größeren Arbeitsbereich hinweg erhalten bleibt und nicht nur nahe der Mitte. Bei unserer eigenen GF Seriesist das Bodenschienensystem mechanisch unabhängig vom Schneidtisch, sodass das Gewicht der Platte selbst nicht in die Bewegungsgenauigkeit des Portals einfließt – die Wiederholgenauigkeit bleibt bei ±0,03 mm, egal ob der Schnitt am nahen Rand oder sechs Meter weiter entlang der Schiene erfolgt.
Wann eine Portalanlage die richtige Wahl ist
Wenn Ihr Betrieb regelmäßig Bleche über 3–4 Meter verarbeitet, mit Stahl in Schiffbaugröße arbeitet oder Rahmen und Strukturbauteile für Schwermaschinen fertigt, verdient sich eine Portallaseranlage ihren Platz. Für kleinere Blecharbeiten mit hoher Teilevielfalt ist eine Maschine mit feststehendem Bett meist die kosteneffizientere Wahl – der Vorteil des Portals liegt speziell in der Größenordnung, nicht in der allgemeinen Schnittqualität.
